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Politik - Welche Partei ist die Richtige?

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Kommentare

  • Tom Rambo (DE1)Tom Rambo (DE1) DE1 Beiträge: 529
    Ganz einfach LP, die DDR mit dem dritten Reich zu vergleichen ist Unfug.
    Tom der Pfähler @ de 1

  • Low Pass (DE1)Low Pass (DE1) DE1 Beiträge: 232
    Ganz einfach LP, die DDR mit dem dritten Reich zu vergleichen ist Unfug.
    Warum? :)


    Low Pass @ de 1
  • kinglk (DE1)kinglk (DE1) DE1 Beiträge: 1,577
    lieber titus ich halte dir mal zu gute das du noch relativ jung bist, im tal der ahnungslosen aufgewachsen und dein politisches wissen nicht aus erlebtem stammt. nur mal so ein paar beispiele: diktatur, kommunismus,demokratie und da gibt es noch einige andere formen.dies ist dann die politische staatsform. da haben wir zur zeit ,auch wenn du es nicht wahrhaben willst, eine demokratische staatsform. kapitalismus , freie marktwirtschaft, soziale marktwirtschaft und viele andere formen ist das wirtschaftssystem des landes. in deutschland gibt es wie im vereinigungsvertrag festgelegt die soziale marktwirtschaft. so wie zb auch in österreich. leider muß ich auch feststellen das du es gerne so handhabst das wenn dir die argumente ausgehen gerne das thema wechseln tust. pazifist so wie du dich betitelst sollte eigentlich jeder normal denkender mensch sein. bei deiner aussage das du ein gerechtigkeitsfanatiker bist gehe ich leider nicht mit . fanatiker egal bei welchem thema haben leider nur einen tunnelblick. ist es gerecht das südafrika so viele bodenschätze und rohstoffvorkommen hat. folglich ist gerechtigkeit immer eine persönliche empfindung. ich habe nie zb gesagt das die ddr ein unrechtsstaat war. dies kommt hauptsächlich von den bürgern der ddr wie zb frau merkel. im gegenteil von dir rede ich nicht von ossis und wessis, wenn dann von bürgern der ddr oder brd. ich habe immer vom politischen system gesprochen. du wirfst auch gerne immer schlagwörter rein wie zb vw . ist vw der einzige konzern? in der justiz wirfst du mit dem namen uli höneß rum. was war da juristisch falsch? zum bundestag sei gesagt. im politbüro gab es keine streitkultur. ich rate dir höre dir mal alte bundestagsdebatten an wo leute wie wehner , strauss , willy brand um einige zu nennen noch vertreten waren. da wurde sich bis aUFS MESSER GEFETZT im bundestag und anschließend sind alle gemeinsam ein bier trinken gegangen.den part hat dein zitierter autor scheinbar nicht mitbekommen. zum thema bundeswehr habe ich meine persönliche subjektive meinung die aber auch dem geschuldet ist da ich keinen wehrdienst geleistet habe. zum thema friedliche revolution vergisst du wohl einiges. die revolution begann nicht in dresden oder leipzig. nachdem ungarn und die tschechei die grenze nach österreich anfing zu demontieren und weit über 25t ddr bürger von mAI bis september über die grüne grenze geflohen waren kamen die montagsdemos. nur zur erinnerung sie wurden vorwiegend durch die kirche organisiert und durchgeführt. da die ddr führung keinerlei militärischen rückhalt von der udssr und den anderen bruderstaaten hatte, hat herr mielke den schon beschlossenen schießbefehl und die geplante massenverhaftungswelle mit der unterbringung in internierungslager nicht unterzeichnet.
    kinglk @ de 1
  • kinglk (DE1)kinglk (DE1) DE1 Beiträge: 1,577
    noch ein kleiner hinweis lieber titus wenn du ein pazifist bist warum warst du dann bei der bundeswehr? warum hast du nicht statt dessen ersatzdienst geleistet ? zum beispiel in einem hospitz oder beim roten kreuz usw. oder war dies unter dem nivaue eines klugen menschen?
    kinglk @ de 1
  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    bearbeitet 26.04.2017
    kinglk (DE1) schrieb:
    lieber herr titus seid wann bist du denn pazifist?

    Seid ich die Welt nicht auf die geilen Brüste der kommunistischen Lehrerin und nicht Unrecht nur auf den Kommunismus reduziere, und nicht die DDR so darstelle, als ob 17 Mio Menschen jeden Morgen mit Eisenkugel am Bein und Peitsche spürend, vor Angst vor der STASI Knie schlotternd und Zähne klappernd, in den Steinbruch getrieben wurde  ;)  Seid mich Westdeutsche beim Kennenlernen bedauert haben, dass ich als Kind gehungert, vergewaltigt  und geschlagen wurde, und ich sie aufklären musste, dass ich als Kind zwar keine 24h Werbefernsehen hatte und auch keine Playstation, dafür aber mit selbstgebauten Hockey-Schlägern auch nicht nur Trübsaal geblasen hatte. Und die Wiesen der DDR nicht rot, sondern grün waren, weil selbst Honecker die Naturgesetze und die Photosynthese nicht aushebeln konnte. Seid ich erkannte, dass alle System manipulieren, intrigieren......

    Seid die NVA mich als Kampfpilot anheuern wollte, genau wie die Bundeswehr! Und ich beiden NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ gesagt habe, denn ich wollte mal Tierarzt werden, bin es aber nicht, weil ich Weichei, kein Tier einschläfern kann. Dafür kann ich aber anordnen Kraftwerke ab zu reißen...

    Ich bin in der Tat Reserve-Offizier der BW. Aber nur weil ich erst nach dem Studium eingezogen wurde. Ansonsten irgendein Gefreiter. Ich wurde im Westen vereidigt und habe mehr Sold bekommen, als Westdeutsche Soldaten die im Osten vereidigt worden, sehr sinnvoll, vor allem wenn man sich fragt, warum nach der Wende dieser unsägliche und überflüssige "Dummer Ossi-Scheiss Wessi"- Konflikt aufflammte, lieber kinglk. Fehler der Politik der Ära Kohl.

    Klar habe ich damals gern das das MG42/ MG3 abgefeuert, Schwanzverlängerung ;) ! Leuchtspurmunition, rot, grün, Silvester mitten im August. Herrlich. Jede Menge Physik. Brachiale Gewalt. phys. Kräfte Actio = Reactio! Kein Hirn das nachdenkt. Das gleiche Geräusch wie die Hitler-Sense. pflflflflflflflflf. Ich war die Reinkarnation von Arnie und dem Terminator. Gut gegen Böse. Panzerminen sprengen, bäääng. Einen Wald roden mal anders als der Förster, mit 30mm Kanone, also dem Kaliber mit dem der Weltpolizist USA von Drohen aus auf Zivilisten ballert. Bäääng.

    Danach habe ich die Kfor auf dem Truppenübungsplatz in Hammelburg ausgebildet, also die UN-Friedenstruppen für den Kosovo. Weist du an was ich mich am liebsten erinnere, lieber kinglk, an die Liebesbriefe meiner Freundin damals. Das ist aber nicht wichtig, wichtig ist, warum gibt es keine Blauhelme in Syrien, lieber kinglk? Fragen über Fragen in der Welt der Ahungslosen!

    Wir werden alle Dumm geboren, nur Stoffwechsel betreibend in die Windel pupsend. Wir machen alle Fehler.  Entscheidend ist, was man danach macht. Ob man seine Schubladen poliert oder aufwacht in der Realität.

    bg titus






    Post edited by Lord Titus (DE1) on
    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


  • Low Pass (DE1)Low Pass (DE1) DE1 Beiträge: 232

    Klar habe ich damals gern das das MG42/ MG3 abgefeuert, Schwanzverlängerung ;) ! Leuchtspurmunition, rot, grün, Silvester mitten im August. Herrlich.
    Hachja, "Blei in die Heide!"... Ja, hat viel Spaß gemacht - besonders wenn man sich einen Übungsplatz mit den Amerikanern geteilt hat B) Da gabs dann kein "Fünf Patronen richtig übergeben!", sondern ein "Wenn in der Kiste auch nur noch eine Patrone ist, macht der ganze Zug fünfzig Liegestütz!" B)

    Einerlei.
    kinglk (DE1) schrieb:
    noch ein kleiner hinweis lieber titus wenn du ein pazifist bist warum warst du dann bei der bundeswehr?
    Geleisteter Wehrdienst - je nach Generation gabs da noch keinen zivilen Ersatzdienst ;) - heißt nicht zwingend, dass man kein Pazifist sein darf. Als Pazifist muss man das Militärische nicht rigoros ablehnen - nur den Einsatz desselben. Und Pazifismus ist nicht erblich, sondern Sache der Einstellung. Mein Großvater mütterlicherseits war Zeit seines Lebens Soldat (und nach eigener Aussage schuld am "Haar- und Barterlass" *pfeif*), sein Sohn dagegen hat sich eifrig um seinen Grundwehrdienst gedrückt. Mein Großvater väterlicherseits war nicht beim Bund, mein Vater dagegen hat seine damals 18 Monate abgeleistet. Ich hatte ebenso das Vergnügen, Bekanntschaft mit diesem doch recht andersartigen Kosmos machen zu dürfen (ich mag den Laden tatsächlich immer noch, auch wenn ich als gelernter Stoppelhopser gewisse eingeimpfte Vorbehalte gegen die "Interessengemeinschaft Landesverteidigung" hege B) ) - ob meine Kinder später mal Flecktarn tragen wollen oder lieber alles auch nur irgendwie militärisch geartete am liebsten ganz abschaffen kann ich aber nicht beeinflussen...

    Das führt uns aber schon wieder vom Thema weg o:)
    @TE: Wenn du nach wie vor prinzipiell eher antimilitaristisch eingestellt bist, fallen die "Großen Fünf" (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP) der Parteienlandschaft für dich weg. Linkspartei würde ich - wenn du kein Venezuela 2.0 haben willst - meiden wie der Teufel das Weihwasser. Alle weiteren Parteien (einschließlich der "Bibeltreuen Christen") haben keine Pläne zur Abschaffung der Bundeswehr (hab extra nachgelesen!). Insofern würdest du, wenn das der einzige für dich den Ausschlag gebende Punkt ist, vor der Wahl stehen, entweder eine Partei zu unterstützen, die die kapitalistisch erfolgeiche BRD zu einer sozialistisch gescheiterten DDR umbauen will, oder aber in den sauren Apfel zu beißen und nach anderen Kriterien eine Partei für dich auszuwählen...


    Low Pass @ de 1
  • Sheogorath (DE1)Sheogorath (DE1) DE1 Beiträge: 120
    Zum Punkt zurückzukommen, das Politik hier nicht richtig sei, weil auch viele Ausländer in Deutschland leben.
    Halte ich für Schwachsinn. Klar es ist ein Spiel und da braucht man nicht unbedingt Politik mitreinbringen.
    Aber ich persöhnlich meine, dass jeder Ausländischer Mitbürger/in sich auch in unserem Land nach der jeweiligen Politik halten soll. Wer z.b einen Erdogan vorzieht kann auch getrost zurück in die Türkei gehen, denn die Türken denen wirklich was an Demokratie liegt die Wissen es auch zu schätzen hier in Deutschland leben zu können. Ohne diese Wahnwitzigen Vorstellungen einer Person beachtung zu schenken.
    Das soll nicht´s persöhnliches sein, das gilt auch für alle anderen. Aber ich denke mal man sollte sowas nach all dem was in der Geschichte schon vorgefallen ist, das ganze mit der nötigen Reife betrachten.

    Genau durch sowas wundert man sich dann wenn es wieder Aufstände, Hass, Missgunst und Krieg gibt.
    Und die Verlierer sind meistens immer die Leute wo trotz ihrer Herkunft aus einem anderen Land solche Politiker nicht wählen und ein Zeichen setzen wollen, die froh sind hier zu sein weil Deutschland wie eine 2. Heimat für diejenigen ist.

    Aber es lernt scheinbar keiner was draus.
    Das ist meine Meinung und ich werde mich da auch nicht irgendwie belehren lassen.

    Und auch nicht auf irgendwelche dämlichen Gegenfragen antworten, weil das im Endeffekt wieder endlose Diskussionen gibt.


  • Teutonen (DE1)Teutonen (DE1) DE1 Beiträge: 554
    bearbeitet 28.04.2017

    hi, ok ich werde auch nochmal was dazu schreiben. Warum Titus so angegriffen wurde.

    Wenn jemand zur Wendezeit gerade dem Buddelkasten entstiegen ist und kaum Erfahrungen mit dieser Diktatur hatte kann man nur so reagieren. Auch die Reduzierung auf ein paar Opfer ist eine Frechheit. Was ist mit den tausenden Zwangsadoptierten Kindern, wo bis heute noch viele ihre wahren Eltern nicht kennen? Was ist mit den tausenden Opfer, die das "Vergnügen" hatten im Stasiknast gebrochen worden zu sein und bis heute kein normales Leben führen können? Was ist mit den vielen die bis zur Wende hingerichtet wurden und ohne Namen verschart wurden, wo die Angehörigen bis heute nichts wissen? Was ist mit den tausenden Menschen die Arbeitsverbot hatten weil sie anders Leben wollten?

    Dazu hat Titus keine Meinung nur die subjektiven Erfahrungen aus dem Umfeld. Und dann noch eine Frage, wie konnte Titus in der erweiterten Oberschule sein ( Gymnasium gab es nämlich nicht) wenn doch seine Familie weder den in der Partei noch Linientreu war? Dann wäre er ein Einzelfall weil eben nur diese eine Chance hatten solche Schulen zu besuchen. Vielleicht sollte er sich nochmals bei seinen Eltern erkundigen ehe er hier munter losschreibt.

    Diese Liste könnte man unendlich weiterführen, deswegen war die DDR eine absolute Diktatur die jeden Menschen vernichten wollte der nicht im Gleichschritt mitgelaufen ist.

    Und ehe jetzt wieder die Fragen kommen, ob ich persönliche Erfahrungen habe, ja mehr als genug.

    Angefangen über Arbeitsverbot meiner Frau, 24 Std. Überwachung selbst bei meinem Kind, Willkür der Stasi bis zum persönlichen Kontakt des letzten Toten an der Mauer.

    Und als letztes. Es hat auch keiner das System der BRD verherrlicht. Auch da gibt es vieles was nicht klappt, aber es wird keiner fertig gemacht der das System ablehnt.



    Post edited by Teutonen (DE1) on
    Teutonen @ de 1
  • Low Pass (DE1)Low Pass (DE1) DE1 Beiträge: 232
    bearbeitet 28.04.2017

    hi, ok ich werde auch nochmal was dazu schreiben. Warum Titus so angegriffen wurde.

    Wenn jemand zur Wendezeit gerade dem Buddelkasten entstiegen ist und kaum Erfahrungen mit dieser Diktatur hatte kann man nur so reagieren. Auch die Reduzierung auf ein paar Opfer ist eine Frechheit. Was ist mit den tausenden Zwangsadoptierten Kindern, wo bis heute noch viele ihre wahren Eltern nicht kennen? Was ist mit den tausenden Opfer, die das "Vergnügen" hatten im Stasiknast gebrochen worden zu sein und bis heute kein normales Leben führen können? Was ist mit den vielen die bis zur Wende hingerichtet wurden und ohne Namen verschart wurden, wo die Angehörigen bis heute nichts wissen? Was ist mit den tausenden Menschen die Arbeitsverbot hatten weil sie anders Leben wollten?

    Dazu hat Titus keine Meinung nur die subjektiven Erfahrungen aus dem Umfeld. Und dann noch eine Frage, wie konnte Titus in der erweiterten Oberschule sein ( Gymnasium gab es nämlich nicht) wenn doch seine Familie weder den in der Partei noch Linientreu war? Dann wäre er ein Einzelfall weil eben nur diese eine Chance hatten solche Schulen zu besuchen. Vielleicht sollte er sich nochmals bei seinen Eltern erkundigen ehe er hier munter losschreibt.

    Diese Liste könnte man unendlich weiterführen, deswegen war die DDR eine absolute Diktatur die jeden Menschen vernichten wollte der nicht im Gleichschritt mitgelaufen ist.

    Und ehe jetzt wieder die Fragen kommen, ob ich persönliche Erfahrungen habe, ja mehr als genug.

    Angefangen über Arbeitsverbot meiner Frau, 24 Std. Überwachung selbst bei meinem Kind, Willkür der Stasi bis zum persönlichen Kontakt des letzten Toten an der Mauer.

    Und als letztes. Es hat auch keiner das System der BRD verherrlicht. Auch da gibt es vieles was nicht klappt, aber es wird keiner fertig gemacht der das System ablehnt.

    Am einfachsten kann man das glaube ich mit einem Zusammenprall zweier Welten vergleichen.
    Titus, Didispb und ich versuchen eine eher neutrale Position einzunehmen. Dachratte und du betrachtet es eher aus einer von euren persönlichen Erfahrungen geprägten, ablehnenden Position heraus.

    Dabei überseht ihr, dass wir euch absolut zustimmen, dass das Vorgehen der DDR gegen Abweichler ganz entschieden zu verurteilen, durch nichts zu rechtfertigen und absolut verabscheuungswürdig ist. Stattdessen werden wir pauschal dafür attackiert, dass wir versuchen, uns neutral zu positionieren und nicht alles nur negativ sehen.
    Ja, es gab zehntausende Opfer in der DDR. Ja, es gab eine erschreckende Vielfalt von Maßnahmen zur Repression und Ausschaltung von missliebigen Personen. Ja, in ihrer menschenverachtenden Haltung nimmt die DDR einen der Spitzenplätze unter den dunklen Kapiteln der Menschheitsgeschichte ein.
    Aber rechtfertigt das die pauschale Aburteilung von jedem einzelnen Aspekt der DDR als negativ?
    Ich denke, dass man das nur dann macht, wenn man den bequemen Weg nehmen und einer kritischen Auseinandersetzung aus dem Weg gehen will.
    Gewiss, es ist nicht alles Gold, was glänzt - aber es ist auch nicht alles Mist, was stinkt.

    Das Argument, dass wir die Opfer vergessen würden, die das DDR-Regime gefordert hat, zeigt, dass ihr nicht verstanden habt, worum es eigentlich geht in dem Diskurs, den wir hier führen. Stattdessen verschanzt ihr euch hinter eurem Status als Opfer der DDR und versucht, jeden zu diskreditieren, der euch nicht nach dem Mund redet. Das ist kein Diskurs, das hat mehr den Charakter einer populistischen Hexenjagd.
    Gewiss, unsere Argumentation ist nicht frei von Fehlern. Aber es wäre wesentlich gewinnbringender für eine konstruktive Diskussion, wenn statt pauschaler Aburteilungen und Vorwürfe entsprechend konstruktive Kritik käme.
    Wir sagen:
    Die staatlichen Maßnahmen zur Familienförderung der DDR waren und sind denen der BRD überlegen. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau war in der DDR besser als in der BRD. Das Schulsystem der DDR hatte weniger selektiven Charakter als das der BRD.
    Wir sagen aber auch:
    Das Schulsystem der DDR benachteiligte ganz klar jede Form von politischer Abweichung, ähnlich wie Nordkorea teilweise auch durch Sippenhaft. Die starke Förderung der weiblichen Berufstätigkeit geschah nicht aus Uneigennützigkeit heraus - ein Alleinverdiener konnte in der DDR in der Regel keine Familie ernähren. Die familienfördernden Maßnahmen geschahen ebenfalls nicht uneigennützig - zunächst mussten die Bevölkerungsverluste (Krieg, Flucht, Vertreibung, Deportationen) ausgeglichen werden, später benutzte man diese auch als Instrument zur politischen Gleichschaltung der Bevölkerung, indem man sie in Ungnade gefallenen Abweichlern vorenthielt.
    Trotzdem berechtigt uns die negative Seite nicht, die positive einfach unter den Tisch zu kehren. Oder?


    Low Pass @ de 1
  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    bearbeitet 29.04.2017

    hi, ok ich werde auch nochmal was dazu schreiben. Warum Titus so angegriffen wurde.

    Wenn jemand zur Wendezeit gerade dem Buddelkasten entstiegen ist und kaum Erfahrungen mit dieser Diktatur hatte kann man nur so reagieren. Auch die Reduzierung auf ein paar Opfer ist eine Frechheit. Was ist mit den tausenden Zwangsadoptierten Kindern, wo bis heute noch viele ihre wahren Eltern nicht kennen? Was ist mit den tausenden Opfer, die das "Vergnügen" hatten im Stasiknast gebrochen worden zu sein und bis heute kein normales Leben führen können? Was ist mit den vielen die bis zur Wende hingerichtet wurden und ohne Namen verschart wurden, wo die Angehörigen bis heute nichts wissen? Was ist mit den tausenden Menschen die Arbeitsverbot hatten weil sie anders Leben wollten?

    Dazu hat Titus keine Meinung nur die subjektiven Erfahrungen aus dem Umfeld. Und dann noch eine Frage, wie konnte Titus in der erweiterten Oberschule sein ( Gymnasium gab es nämlich nicht) wenn doch seine Familie weder den in der Partei noch Linientreu war? Dann wäre er ein Einzelfall weil eben nur diese eine Chance hatten solche Schulen zu besuchen. Vielleicht sollte er sich nochmals bei seinen Eltern erkundigen ehe er hier munter losschreibt.

    Teutonen, schön dass du wieder redest :)

    Zunächst einmal hast du einen eigenen Widerspruch. Wenn man zur Wendezeit dem Buddelkasten entsprang, dann war man weder auf dem Gymnasium noch EOS sondern im Kindergarten. Aber ich hab es schon verstanden ;)

    Ich hab es doch gesagt ich bin 40, 76er Jahrgang. ich war 14 Jahre alt zur Wende in der 8. Klasse. Und da damals erweiterte Oberschule erst nach dem 10-Klassen-Abschluss anfing... jetzt verstanden warum ich ohne SED-Eltern aufs Gymnasium und nicht auf die EOS ging, die es nicht mehr gab!?

    Dieser Jahrgang ist eben ein ganz spezieller, siehe obiges Bild vom Buch namens "Eisenkinder" vor allem der Untertitel sagt es: "Stille Wut der Wendegeneration". Warum? Darum:

    Auf einmal war der und der Freund mit dem man jahrelang Streiche spielte und der einem dort und dort geholfen hat, beim Mistbauen vorm Lehrer in Schutz genommen etc. ein Stasikind, gebrandmarkt, aber ja immer noch ein Kind, dass sich die Umstände seines Lebens bzw. Eltern wie alle Kinder nicht aussuchen konnte. Tja was machen nach 8 Jahren miteinander. Jetzt in die Kinnlade hauen?

    Und dort begann der Unterschied. Wir hatten keinen Hass auf unsere Kumpels unter den STASI-Kindern, die konnten sich ihre Eltern nicht raussuchen und die STASI-Kinder haben unter ihrer Situation sehr gelitten, ohne eigene Schuld. Opfer! Wir haben miteinander geredet und tun es heute noch, zu den Klassentreffen. Und wir reden genau darüber, die damalige Zeit, über STASI, DDR und vergleichen es mit der heutigen Welt. Aber genau das machen eben die damaligen Erwachsenen nicht, kein Opfer wie du Teutonen trifft sich mit einem ehemaligen SED-Mitglied geschweige den STASI-Offizier und redet miteinander. Aber wir tun es! Meine Generation! Das ist der Unterschied!

    Aber zwei fehlen bei jedem Klassentreffen, nie in den blühenden Landschaften die Kohl versprochen hat angekommen, sondern an der Flasche geendet. Aber nicht STASI-Kinder, sondern von einfachen Schweißern und Krankenschwestern. Wende-Opfer!

    Wir sind als Kinder von links nach rechts geschubst worden. Den katastrophalen Lehrstellenmangel im Osten konnte ich durch Gymnasium und Studium umgehen, meine Freunde nicht. Damals haben sich Hunderte auf eine Lehrstelle beworben.
    Die 9-10 Klasse wurde aufgeteilt  in normale und "Leistungsklasse". Dort wurden die Guten reingestopft, was dazu führte dass die Schlechteren ihre helfenden Mitschüler verloren und noch schlechter worden. 2-Klassengesellschaft unter Kindern!
    Meine Lehrerin hat doch nicht minutenlang applaudiert wie die Chinesen dem Mao, nur weil ich nach der Hälfte der Zeit mit der Aufgabe fertig war. Die hat mich neben den Schwächsten in der Klasse gesetzt, damit ich dem helfe, damit der auch durchkommt und nicht hängen bleibt. 

    Heute geht das schon nach der 4. Klasse los und man wundert sich warum die Handwerkskammern jammern, dass sie keine fähigen Lehrlinge mehr haben. Tja warum wohl, wenn die guten nach der 4. weg sind und ihren Mitschülern nicht mehr helfen können.

    Und weißt du was Teutonen, wenn ich heute im sächsischen Bildungsministerium mit Vertretern der Handwerkskammer darum kämpfe, dass Gymnasium aus obigen Gründen erst ab der 10. Klasse wieder einzuführen, reagieren die eben wie dachratte:

    Also leicht überspitzt ;): "Was seid ihr den für Kommunisten, wollt den DDR-Dreck wieder einführen"!

    Dabei sind es keine Opfer wie Du Teutonen, sondern nur eitle Betonköpfe wie sie sich die DDR-Obrigkeit nur gewünscht hätte, engstirnige Schwarz-Weiß-Denker, mittelmäßig im Studium gewesen aber die richtigen Kontakte gehabt, statt Ideologie halt Vitamin B, und vor allem nicht fähig sich mal einen Fehler einzugestehen und mal Grautöne zu erkennen und vor allem nicht fähig zu erkennen, dass man gemeinsam im selben Boot sitzt und an einem Strang ziehen sollte.

    Low Pass, didispb und kinglk (ich weiche nicht aus, sondern bin zeitlich arg begrenzt) ich antworte euch auch noch. Dank den Kommunisten haben wir ja langes WE ;) Teutonen ging vor!

    bg titus

    PS: Um das trockene Thema aufzuheitern, wer wirklich nicht weiß, wen er wählen soll, dann empfehle ich die hier. Die Satire-Partei "Die Partei", die schon mit Ihrem Namen die SED durch den Kakao zieht, wie auch alle anderen Parteien, von links bis rechts. Die kann man übrigens wirklich wählen, liegen kommunal ab und zu bei 2%. Die sind zwar nicht ernst zu nehmen, aber man hätte wenigstens was zu lachen im Bundestag (leider 5% Wahlhürde, low pass ;) ) Die haben Wahlwerbung die mir ausnahmsweise gefällt. Mein Liebling:

    Bildergebnis fr die partei blaa blaa

    Wie ich anfangs erwähnte, würde ich die hirnlose Wahlwerbung verbieten. Den Werbung ist per Definition schon Manipulation.

    Werbung: Mhhhmmm. Liebe Eltern. Kauft die Kinderschokolade! Da ist die Extraportion gute gesunde Milch drin! Na klar! Am besten gebt ihr eurem Sprößling 4 gesunde Tafeln am Tag. Da wird er bestimmt 400 Jahre alt. Ich habe das Zeug mal durch den Gaschromatographen geschickt (damit kann man Stoffmischungen in ihre einzelnen Inhaltsstoffe aufspalten). Würg.

    Auch gut ist:



    im Bezug aufs Tal der Ahnungslosen die sich ihre Bildung im Privatfernsehen holen.

    Post edited by Lord Titus (DE1) on
    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


  • Teutonen (DE1)Teutonen (DE1) DE1 Beiträge: 554

    Hi Titus, das mit dem Buddelkasten verstehst du hoffentlich auch als Satire. Und mit 14 Eos wäre ein wenig früh gewesen, hab ich wohl falsch gelesen. Die Diskussion wird aber nie zu einer Einigung führen sind eben zuviele Gegensätze und Erfahrungen im Spiel. Ist auch egal für mich ein abgeschlossener Lebensabschnitt.

    Tja zum Thema Parteien, naja scheint für jeden ja was bei zu sein, also irgendwo ein Kreuz ist besser als keins.

    Teutonen @ de 1
  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    bearbeitet 29.04.2017

    Hi Titus, das mit dem Buddelkasten verstehst du hoffentlich auch als Satire. Und mit 14 Eos wäre ein wenig früh gewesen, hab ich wohl falsch gelesen. Die Diskussion wird aber nie zu einer Einigung führen sind eben zuviele Gegensätze und Erfahrungen im Spiel. Ist auch egal für mich ein abgeschlossener Lebensabschnitt.

    Tja zum Thema Parteien, naja scheint für jeden ja was bei zu sein, also irgendwo ein Kreuz ist besser als keins.


    Klar habe ich den Buddelkasten verstanden. Und du hast offensichtlich meinen Standpunkt verstanden :)

    Man muss doch fähig sein, Äpfel von Birnen zu unterscheiden.

    Ich bin als Kind jede Woche in den Ferien in den Zoo gerannt, jeden Tag ins Freibad, nahezu kostenlos. Wenn du heute als 4-köpfige Familie in den Zoo willst, hast du zumindest in Dresden 30€ Zoo-Eintritt, 13€ Bus/Strassenbahn und wenn Sohnemann und Kronprinzessin ein Eis und eine Gummi-Giraffe wollen, dann bist du halt locker einen 50er und mehr los. Soviel zum Thema Selbstbestimmung, klar wenn du gut verdienst, aber ´klar auch nicht, wenn du gerade nicht viel verdienst.
    Man denkt tatsächlich mittlerweile in den Ministerien darüber nach, eine Art Sozialkarte einzuführen, denn wenn man sozial Schwachen einfach mehr Geld gibt, verwenden die es für den falschen Zweck, z.B. Alk! Also hey, einfach mal mitten in der Woche tagsüber eine Art Zoo-Gutschein 1mal pro Monat für sozial Schwache. Dem Zoo tut es nicht weh, denn der ist zu der Zeit eh unterbesucht. Aber das ein oder andere Kind, sieht eben mehr als die arbeitslosen Eltern und findet vielleicht Gefallen daran, Elefanten den Rücken zu schrubben. Immer noch besser als gar keine Perspektive. Und ein Zoo bietet ja nicht nur Unterhaltung, sondern auch Bildung.

    Dabei sei gesagt, dass es nun dem ein oder anderen Minister dämmert, dass man den Hartz4-Empfängern zwar die tägliche Nahrung bezahlt, aber das Hauptproblem, die gesellschaftliche Ausgrenzung nicht angeht. Gesellschaftliche Ausgrenzung dürfte Dir aus damaligen Zeiten bekannt sein, Teutonen, oder? Du bist ideologisch ausgegrenzt worden und heute werden es andere sozial.

    Und das ärgert mich, diese Schwarz-Weiss-Sendung! Bei den Stuttgart21-Demos wurde doch auch jemandem die Augen per Wasserwerfer blutig geschossen.. Ist die BRD deswegen ein Polizeistaat?

    bg titus
    Post edited by Lord Titus (DE1) on
    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


  • Samael666 (DE1)Samael666 (DE1) DE1 Beiträge: 318
    Schade, dass die Deutsche Biertrinker Union nicht antritt. Deren politisches Programm sagte mir am meisten zu. :)
  • Tom Rambo (DE1)Tom Rambo (DE1) DE1 Beiträge: 529
    Mensch Titus, da bekommst doch glatt ein Like von mir, wer hätte das gedacht!
    Ach ja, EOS nur mit Parteizugehörigkeit, keine Ahnung wo das so gewesen sein soll? Schwachsinn in meinen Augen. Da zählte einfach nur Leistung und nichts anderes.

    Klar war nicht alles toll in der DDR. Aber genau so kann ich das heutige System zerplücken. Der Vergleich hinkt etwas, weiß ich selber, nur, wenn ich mir ansehe was Futzeboock & Co. für Daten sammeln, da frag ich mich ob die Stasi echt so schlimm war. Allerdings sind da auch die Beteiligten selber schuld, weil sie ja ihre Daten selbst zur Verfügung stellen.

    Kann man sicher endlos drüber schwafeln.
    Tom der Pfähler @ de 1

  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    Didispb (DE1) schrieb:
    Ich finde diese Diskussion lustig.......
    Titus bringt immer wieder gute Argumente..... aber weil er dazu neigt diese unendlich auszuschmücken bietet er seinen Gegner Gelegenheit mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten ihn als Blödmann darzustellen .... eine gute alte Möglichkeit die man in Retorik-Schulungen erhält oder selber aus Unwissenheit nutzt. 
    Ich kann auch die Opfer des DDR-Regiemes versthehen wenn sie jetzt aus ihrer Opfer-Rolle heraus (Und ich meine das nicht abwertend) empfindlich reagieren......... Aber ich kann es nicht verstehen wenn diese jetzt losprügeln und ihre Sichtweise als die einzige Wahrhei darstellen und keine andere Meinung dulden.

    Immer wieder gut getroffen. Und auch gut mal die westdeutsche Seite zu hören und deren Gegenbeispiele zu hören.
    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    bearbeitet 04.05.2017
    kinglk (DE1) schrieb:
    noch ein kleiner hinweis lieber titus wenn du ein pazifist bist warum warst du dann bei der bundeswehr? warum hast du nicht statt dessen ersatzdienst geleistet ? zum beispiel in einem hospitz oder beim roten kreuz usw. oder war dies unter dem nivaue eines klugen menschen?

    Wie gesagt, kinglk, man merkt in jeder Zeile, dass du dich nur eingeschossen hast, von wegen Niveau und so. Ist ein Krankenhaus niveauloser als die BW???  So ein Blödsinn.
    Muss man wirklich erklären, warum man in der BW war! und jetzt Pazifist ist! Ganz einfach. Pazifismus wird nicht genetisch vererbt. Man wird nicht zum Pazifisten geboren! Als frisch gebackener Ingenieur wollte ich Technik sehen und die gab es nun mal in der BW zu hauf. Mit Anfang 20 hat mich doch keine Welt-Politik interessiert.

    Weist du kinglk, es gab sogar mal einen Pazifisten, der hat dem US-Präsidenten geraten Atombomben zu bauen. Albert Einstein. Weil er wusste, dass Nazi-Deutschland sowohl Wissen als auch Bodenschätze hatte, dies ebenfalls zu tun.
    Ein guter Rat kinglk, das Universum besteht nicht aus 0 und 1, sondern aus unendlich vielen Kommastellen. Die Welt ist komplex, deswegen denke ich auch nicht in politischen Lagern und lese linke als auch konservative, aber vor allem kritische Presse!

    Und mal ehrlich kinglk, am Anfang schiebst du den Kapitalismus in die DDR, dann denkst du die soz. Marktwirtschaft hätte den Kapitalismus in der BRD ersetzt und im gleichen Atemzug empfiehlst du mir, ich sollte mich über diese Themen besser informieren. Also selbstbewußt bist du.

    Von daher bin ich ja gezwungen, hier mal einiges in Sachen Gesellschaftskunde klar zu stellen:
        
    Gesellschaftsform:   Kapitalismus              Sozialismus/Kommunismus
    Wirtschaftssystem:  Martkwirtschaft          Planwirtschaft
    politisches System:  Demokratie                 Diktatur

    Durch Kapitalismus beschreibt man vor allem den Vorgang, dass ein Unternehmer die Wertschöpfung den der Arbeitgeber schafft, nicht vollständig an den Arbeitgeber zurückgibt. Er macht also einen Profit/Gewinn. Das Prinzip der Gewinnmaximierung (was jeder Betriebswirtschaftsstudent als erstes lernt), zwingt den Unternehmen dabei eben auf, soviel wie möglich Gewinn zu machen. Also so wenig wie möglich Lohn zu zahlen und soviel wie möglich zu verkaufen.

    Die Marktwirtschaft beschreibt lediglich den Vorgang, dass sich der Markt über den Preis (bestimmt durch Angebot und Nachfrage)selbst regelt, ohne dass der Staat eingreifen muss. Also einfach erklärt: Gibt es wenig Bäcker, ist das Angebot gering, dass Brot kostet viel. Das ruft andere Unternehmer herbei, die neue Bäckereien eröffnen. Das Angebot steigt, der Preis sinkt. Ist der Preis gesunken, werden die Neueröffnungen weniger bis null. Es regelt sich automatisch aus. Gibt es zu viele Bäcker verschwinden die von alleine.
    Die Nachfrage nach Brot ist etwa gleichbleibend, da ja nun mal alle immer wieder Brot brauchen. Der Staat muss sich also nicht darum kümmern, wie viele Bäckereien man braucht, um alle satt zu bekommen. Das regelt der Markt selbst. Ich habe nämlich rein zufällig mein Abitur am Wirtschaftsgymnasium gemacht, weil es den kürzesten Schulweg bedeutete ;)

    Der Zusatz soziale MW, beinhaltet, dass der Staat sich in einigen Bereichen doch Eingriffe in die Regelung des Marktes erlaubt (z.B. Mieten, also der Preis für Wohnraum oder eben neuerdings beim Mindest-Lohn, also dem Preis für Arbeit. Man überlässt also den Wohnungsmarkt und den Arbeitsmarkt nicht sich selbst).

    Also kinglk, wir haben Unternehmen, die machen Profite und wollen sie maximieren. Die  Marktwirtschaft regelt den Markt. Deswegen haben wir den Kapitalismus und die Marktwirtschaft. Beides sind Äpfel und Birnen, die man nicht vergleichen kann. Wir können uns dem Kapitalismus gar nicht entziehen, weil wir dann global nicht mehr wettbewerbsfähig wären.
    Das Wort Kapitalismus nehmen nur unser Politiker nicht gern in den Mund, weil es negativ belastet ist. . und denen scheinst Du etwas zu viel zu vertrauen.

    Da du der Meinung bist, die Reichen und die Konzerne üben keinen Einfluss auf die Politiker aus, dann solltest du dich dringendst mit den Themen Lobbyismus und Vitamin B befassen. Wenn Politiker zwar nie mit einfachen Leuten, dafür ständig mit den Lobbyisten und Konzernbossen zu tun haben, dann wären sie dumm, wenn sie sich mit denen nicht gut stellen würden. Schließlich wäre nach der pol. Karriere ja so ein Vorstandssitz in einem Unternehmen nicht uninteressant. Vor allem wenn das fürstliche Gehalt der Politiker dann nochmal ums mehrfache steigt. Abgesehen davon kann ein Unternehmen direkt Druck ausüben, also nach dem Motto "wenn ihr uns die Subventionen nicht gebt, dann bauen wir das Werk halt in einem anderen Land" ^^

    Warum legen nur 40 von 630 Bundestagsmitgliedern (also weniger als 10%) die Arbeit mit Lobbyisten freiwillig offen? "Geld regiert die Welt!" schon mal gehört, kinglk?

    Bestes Beispiel für Lobbyismus: Der Ausstieg aus dem Atomausstieg mit anschließendem Zurückrudern zum Atomausstieg, weil man die Rechnung ohne die Japaner und Fukushima gemacht hatte. Erst hieß es man braucht die AKWs doch länger, weil sonst die stabile Versorgung gefährdet wäre. Nach Fukushima konnte man aber sofort 8 dauerhaft abschalten. Und bei keinem hat die Glühbirne geflackert! In anderen Ländern hätte es da Neuwahlen gegeben. Lobbyismus kinglk! Wenn nur ein Terrorakt mal auf ein AKW geht, wird man alle abschalten und auch da wird keine Glühbirne flackern.

    Und wenn du mir nicht glaubst, dann kannst du ja mal deine Thesen der kapitalistischen DDR und der Marktwirtschaft ohne Kapitalismus an einer kaufmännischen Berufsschule zum besten geben oder im Hörsaal vor Betriebswirtschaftsstudenten.
    Und wenn du schon mal dort bist und da du ja auch der Meinung bist, dass jene die in der DDR nicht richtig dabei waren, weil nur Kind, sich doch besser aus der Diskussion raushalten sollten, empfehle ich dir noch den Kollegen in der Astrophysik ihre Daseinsberechtigung abzusprechen. Die können nämlich auch nicht wissen, wie heiß es auf der Sonne ist, die waren ja nie dort. Dann noch die Kollegen der Archeologie, Paleontologie ... und zu guter Letzt die Zunft der Historiker, die z.B. gerade nach über 100 Jahren darüber diskutieren, ob Deutschland vielleicht doch nicht die alleinige Kriegsschuld am 1. WK hatte. Die reden ja alle Unsinn, denn sie waren ja nie dabei.

    Wie ich bereits sagte, damalige DDR-Opfer reden nicht mit den Tätern. Aber die Kinder von ihnen tun es.

    Aber hey kinglk, dafür schläfst du ruhiger als ich. Glaube du ruhig weiter, die soziale Marktwirtschaft hätte den Kapitalismus besiegt, nur weil im Einigungsvertrag das Wort Kapitalismus nicht verwendet wird.

    Kennst du den Unterschied zw. einem Naturgesetz und von Menschen gemachten Gesetzen und Verträgen? Ganz einfach: Erstere kann man weder brechen noch ändern noch manipulieren. ;)

    Gute Nacht und angenehme Träume.

    Titus

    PS: Du brauchst mich nicht ständig mit der Geschichte zu belehren, ich weiß wie viele Opfer und Flüchtlinge es gab, aber ich sehe auch dieses Phänomen der Ostalgie. Also kinglk, warum gibt es das? Reden wir doch mal über die Gegenwart. Oder über heutige Bundestagsdebatten, anstatt damaligen und die nicht vorhandene Streitkultur in der DDR-Regierung (woher kannst du das überhaupt wissen? Du warst doch nicht dabei, oder etwa doch? ;) )


    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    Zum Punkt zurückzukommen, das Politik hier nicht richtig sei, weil auch viele Ausländer in Deutschland leben.
    Halte ich für Schwachsinn. Klar es ist ein Spiel und da braucht man nicht unbedingt Politik mitreinbringen.
    Aber ich persöhnlich meine, dass jeder Ausländischer Mitbürger/in sich auch in unserem Land nach der jeweiligen Politik halten soll. Wer z.b einen Erdogan vorzieht kann auch getrost zurück in die Türkei gehen, denn die Türken denen wirklich was an Demokratie liegt die Wissen es auch zu schätzen hier in Deutschland leben zu können. Ohne diese Wahnwitzigen Vorstellungen einer Person beachtung zu schenken.
    Das soll nicht´s persöhnliches sein, das gilt auch für alle anderen. Aber ich denke mal man sollte sowas nach all dem was in der Geschichte schon vorgefallen ist, das ganze mit der nötigen Reife betrachten.

    Genau durch sowas wundert man sich dann wenn es wieder Aufstände, Hass, Missgunst und Krieg gibt.
    Und die Verlierer sind meistens immer die Leute wo trotz ihrer Herkunft aus einem anderen Land solche Politiker nicht wählen und ein Zeichen setzen wollen, die froh sind hier zu sein weil Deutschland wie eine 2. Heimat für diejenigen ist.

    Aber es lernt scheinbar keiner was draus.
    Das ist meine Meinung und ich werde mich da auch nicht irgendwie belehren lassen.

    Und auch nicht auf irgendwelche dämlichen Gegenfragen antworten, weil das im Endeffekt wieder endlose Diskussionen gibt.



    Politik ist immer wichtig, ob Ausländer oder nicht und auch im BOSCH-Handwerkerforum oder im KICKER-Forum reden einige darüber.

    Und du hast Recht! Wenn 51% für Erdogan gestimmt haben, trotz massiver Einschüchterung der Opposition, zeigt es vor allem, dass, trotz massiver Einschüchterung, auch 49% gegen ihn gestimmt haben :)

    bg titus
    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


  • kinglk (DE1)kinglk (DE1) DE1 Beiträge: 1,577
    titus es ist schon lustig was du so von dir gibst.
    ich nehme mal jetzt dachratte und teutonen wegen ihrer eigenen erfahrungen heraus.
    der einzige der hier tomaten mit melonen vergleicht bist leider du.
    mitunter habe ich das gefühl das 2 verschiedene personen unter titus schreiben.
    nun aber mal ein paar fakten,. mir war bis heute unbekannt das 13 jährige von der nva als kampfflieger angeworben wurden.
    der 1 mai ist keine errungenschaft der kommunisten sondern hat den ursprung in nordamerika ca 1886
    der 1 mai wurde 1946 also vor gründung der ddr durch den kontrollrat der alliierten als feiertag bestätigt. dieser setzte sich nicht ausschließlich aus kommunisten zusammen.
    du führst hier die verletzung eines bürgers bei einer demo in stuttgart an.dies hat nicht im entferntesten was mit einen polizeistaat zu tun. hier sei darauf hingewiesen das die politische ebene diesen einsatzt nicht mitgetragen und ihn verurteilt hat. die opfer bekamen eine entschädigung ob die zu hoch oder zu niedrig war mag ich nicht zu beurteilen.
     nicht mehr sehen zu können ist meiner meinung nach nicht mit geld gut zu machen.
    staatliche angeordnete umfassende bespitzelung der bevölkerung hat da ja wohl ein anderen charakter.
    du redest von den eisenkindern schön und gut sicherlich auch interessant. aber da war der jahrgang 74 und nicht dein jahrgang gemeint. hierzu empfehle ich dir aber auch mal die kritiken zb von herrn lengsfeld zu lesen.
    zum thema tal der ahnungslosen. dürfte dir sicherlich ein begriff sein.dies hat nichts mit intelligenz zu tun.
    der begriff stammt nicht aus der brd sondern aus der ddr.
    hiermit waren die gegenden um greifswald und die gegend dresden gemeint.
    die gründe dafür dürften wohl allen ekannt sein.
    lieber titus auch du bist es der von 17 mio ahnungslosen redest und nicht ich. du bist derjenige der regelmäßig von ossis und wessis redet.
    nun aber mal so ein paar fragen an dich. hat der wessi ( ich nehme mal jetzt deinen sprachgebrauch) irgend jemanden gesagt mit dem nachbarn darfst du nicht reden weil er dich bespitzelt hat oder umgekehrt?
    hat der wessi gesagt ihr müßt aus dresden abwandern?
    hat der wessi gesagt ihr dürft nur westprodukte kaufen?
    schon mal überlegt das ihr teile der wirtschaft selbst kaputt gemacht habt.?
    hat irgend einer aus dem westen gesagt ihr müßt saufen ? was ja nachweislich ein großen problem in der ddr war.
    schon mal überlegt wieviele verlierer es im westen gab?
    woher beziehen viele ihre rente wo sie doch garnichts in dieser rentenkasse eingezahlt haben?
    du sprichst deinen bildungsminister an. hast du schon mal nachgeforscht was er vor der wende gemacht hat?
    du redest von sozialtickets dann schau dich mal um diese gibt es schön seit jahrzehnten in vielen bundesländern.
    ich gebe dir mal einen guten rat . solltest du ein auto haben setze dich mal rein und fahre durch die ganze republik.
    schau dir alleine dresden an und überlege wie es vor 27 jahren aussah. dies ist alles nicht vom himmel gefallen dies ist durch kapital einer freien marktwirtschaft und der arbeitskraft der gesamten bevölkerung der brd  entstanden.
    dies alles soll keine abrechnung mit der ddr sein aber hier wird auf sehr hohem nivaue gejammert.
    ich könnte mich jetzt auch als verlierer hinstellen, mache ich aber nicht weil ich es im endeffekt gut finde was passiert ist.
    und hör einfach mal damit auf immer zu sagen das war falsch gelaufen und das. dies bringt uns alle nicht weiter.es wird auch in der zukunft  bei derlei politischen veränderungen kein patentrezept geben.



    kinglk @ de 1
  • Lord Titus (DE1)Lord Titus (DE1) Beiträge: 410
    bearbeitet 04.05.2017
     
    kinglk (DE1) schrieb:
    noch ein kleiner hinweis lieber titus wenn du ein pazifist bist warum warst du dann bei der bundeswehr?
    Geleisteter Wehrdienst - je nach Generation gabs da noch keinen zivilen Ersatzdienst ;) - heißt nicht zwingend, dass man kein Pazifist sein darf. Als Pazifist muss man das Militärische nicht rigoros ablehnen - nur den Einsatz desselben. Und Pazifismus ist nicht erblich, sondern Sache der Einstellung. Mein Großvater mütterlicherseits war Zeit seines Lebens Soldat (und nach eigener Aussage schuld am "Haar- und Barterlass" *pfeif*), sein Sohn dagegen hat sich eifrig um seinen Grundwehrdienst gedrückt. Mein Großvater väterlicherseits war nicht beim Bund, mein Vater dagegen hat seine damals 18 Monate abgeleistet. Ich hatte ebenso das Vergnügen, Bekanntschaft mit diesem doch recht andersartigen Kosmos machen zu dürfen (ich mag den Laden tatsächlich immer noch, auch wenn ich als gelernter Stoppelhopser gewisse eingeimpfte Vorbehalte gegen die "Interessengemeinschaft Landesverteidigung" hege B) ) - ob meine Kinder später mal Flecktarn tragen wollen oder lieber alles auch nur irgendwie militärisch geartete am liebsten ganz abschaffen kann ich aber nicht beeinflussen...

    Richtig. Und ich habe damals nicht wenige kennengelernt, die sogar Zeitsoldaten waren, aber nur aus einem Grund. Weils besser ist als arbeitslos zu sein, bzw. man 50% mehr verdiente als außerhalb der Kasernenmauern. Beim Wachgang waren wohl alle froh, wenn nix passierte.

    Hachja, "Blei in die Heide!"... Ja, hat viel Spaß gemacht - besonders wenn man sich einen Übungsplatz mit den Amer
    Das führt uns aber schon wieder vom Thema weg o:)
    @TE: Wenn du nach wie vor prinzipiell eher antimilitaristisch eingestellt bist, fallen die "Großen Fünf" (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP) der Parteienlandschaft für dich weg. Linkspartei würde ich - wenn du kein Venezuela 2.0 haben willst - meiden wie der Teufel das Weihwasser. Alle weiteren Parteien (einschließlich der "Bibeltreuen Christen") haben keine Pläne zur Abschaffung der Bundeswehr (hab extra nachgelesen!). Insofern würdest du, wenn das der einzige für dich den Ausschlag gebende Punkt ist, vor der Wahl stehen, entweder eine Partei zu unterstützen, die die kapitalistisch erfolgeiche BRD zu einer sozialistisch gescheiterten DDR umbauen will, oder aber in den sauren Apfel zu beißen und nach anderen Kriterien eine Partei für dich auszuwählen...
    Demilitarisierung funktioniert nur global und z.Z. ist es undenkbar. Man sollte eher die Gegenwart kritisieren. Laut dem Donald also nicht dem Duck sondern dem Trump, sollen wir unser Militärausgaben von 37 auf ca. 60 Milliarden € erhöhen. Frau Merkel hat ja das Abkommen damals unterzeichnet. Die Frage ist warum hat sie es getan?

    Wen wollen wir den erschrecken? Putin? Bei der Krim haben wir gezeigt, dass wir nicht bereit sind Tote zu riskieren und haben gekniffen. Zum Glück. Greift Putin die baltischen Staaten an, tritt automatisch der NATO-Bündnisfall ein. Allein die  europäischen NATO-Staaten ohne USA/Kanada geben 5mal mehr für Rüstung aus als Russland. Das sollte wohl reichen.

    Da wir aber G36-Gewehre haben die nicht gerade aus schießen können, sollte man vielleicht eher ins Qualitätsmanagement der dt. Rüstung investieren.

    Zum Thema die Linke und Venezuela 2.0 (habe Familie dort :( ) .Ich würde mich nicht soweit aus dem Fenster lehnen, dass die Linke alles verstaatlichen will und ein DDR ähnliches Planwirtschaftssystem aufbauen will. Ich denke die haben schon begriffen, dass die Marktwirtschaft das überlegenere System ist. Wenn man das ewig gestrige aber über sie denkt, sind sie allerdings auch selbst Schuld. Ich konnte über das Plakat zum 1. Mai immer nur den Kopf schütteln. Eine große rote Faust. Da ist es doch logisch, dass die Menschen die Linke immer noch mit dem 20. Jahrhundert und dem sowjet. Modell des Sozialismus verbinden, wenn man damalige Symbolik verwendet.  Wie wäre es mal mit einem Peace-Zeichen oder der Friedenstaube von didispbs Auto damals, mit der ihm die Kasernenzufahrt verwehrt blieb, der Taube lastet doch nicht ganz soviel an. Vielleicht mal was ganz neues... Ich hätte PR-Berater werden sollen ;)

    Tja Parteien, Politiker... Wie sagte meine Oma geb. 1899 im dt. Kaiserreich geboren, gestorben 1993 in der BRD. Also 5 Systeme erlebt. "Alles der gleiche Misthaufen, nur ein anderer Hahn drauf" ;) Möglich, dass sie recht hatte.

    Ach und zu Venezuela. Man muss bedenken Venezuela ist extrem Ölpreisabhängig. Eine nicht linke Regierung würde genauso rudern. Jeder BWL-Student lernt am Anfang, dass eine Firma sich nie auf nur ein Produkt stützen sollte.

    Dazu ist die Bevölkerung von Venezuela knüppeldumm. Wenn einem Venezulaner im Haus zu kalt wird, dann dreht er nicht die auf 100% eingestellte Klimaanlage zurück. Nein, er macht das Fenster auf und lässt die Tropenluft rein.

    bg titus


    " Das größte Maul und das kleinste Hirn, wohnen meist unter derselben Stirn!" Arno Holz (1863-1929), dt. Dichter und Dramatiker.


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