Mein Gedankengedöns (Blog?) - Let`s Phil

stareye (DE1)stareye (DE1) Beiträge: 271
bearbeitet 23.03.2017 in Stellt euch vor
Hallöchen,

Ich denke die meisten hier kennen mich.
Falls nicht, wie ihr lesen könnt nenne ich mich hier Stareye.
Spiele schon ein paar Jahre hier.
Aber darum gehts mir hier nicht.
Was ich im Spiel bin, was ich so tue etc ist vollkommen zweitrangig.

Mir geht es hier eigentlich nur um Inhalte.
"Stellt euch vor" heißt es hier und ich denke, am besten lernt man einen Menschen kennen, wenn man seine Gedanken lesen kann.
Nun, hier werde ich hin und wieder mal meinen Gedankengedöns absondern.

Ich werde hier Brücken zwischen Spiel und RL schlagen.
Erfahrungen die ich hier gesammelt habe, mit denen die ich im RL gemacht habe abgleichen, oder so.
Vergesst den Namen der dies hier schreibt.
Dieser ist vollkommen irrelevant, abgesehen davon, dass es nicht einmal mein echter Name ist.

Inhalte, darum geht es.

Dies ist ein Forum und ein Forum lebt doch von Inhalten.
Von Inhalten, Argumenten, Diskussionen.

Diskussionskultur

... ich bin jemand der wahnsinnig gerne diskutiert und Argumente abwegt.
Argumentieren... leider gibt es nur sehr wenige die wissen was das ist.
Man kann tun was man will...

Ich habs hier so oft probiert aber es scheint kaum einen zu interessieren.
Aktion-Reaktion.
Wenn ich mir ansehe wie man sich hier verhält bekommt man den  Eindruck, als seien 99% der Leute hier rein Reaktionär.
Zeigt sich genauso auch bei dem RT oder auch in AGs.

Mit Vernunft kommt man hier nicht weit.
Ich befürchte fast, dass es sich hier tatsächlich um einen Spiegel der Gesellschaft handelt.
Immer in den Strom springen und treiben lassen, egal auf welchem Weg man sich da befindet, immer mit treiben lassen.

Und wie viele Strohmänner aufgestellt werden um von der eigenen Position nicht abweichen zu müssen. Beängstigend das zu beobachten.

Inkompetenz wird dann übertüncht mit Nebelgranaten, Positionhascherei, fuchteln nach Relevanz.
Wie leicht ist es Leute zu steuern ohne dass sie merken wie man ihnen die eigene Haltung einimpft bis sie denken, es sei ihre eigene.

Schwarz-Weiss
Gut-Böse

Einfach.
Merkt man wie schnell der Gute plötzlich der Böse ist und umgekehrt?

Wenn man fragt, wird einem jeder sagen, "Ich habe meine eigene Meinung" oder " Ich bilde mir meine eigene Meinung"
Aber wie viele davon haben wirklich eine Eigene?

Gedankenstuss.

"Die beste Möglichkeit wäre, sich selbst ins Knie zu schießen, dann wird alles besser"
Man glaubt gar nicht wie viele mit so einer Haltung durchs Leben gehen, auch hier im Spiel.
Man sagt es ihnen und sie sind davon überzeugt.

Hier im Forum zu lesen, zu diskutieren oder teilzunehmen, ist für jene die selbst denken unerträglich. 
Aber dieses Privileg genießt man nicht nur im Spiel.
Was ist unerträglich?

Es ist schwer in Worte zu fassen, was es für mich unerträglich macht, ich weiß zwar was ich meine, aber die Worte zu finden damit es möglichst jeder versteht, sehr schwer.
Nur all zu schnell fühlen sich die Menschen angegriffen, obwohl dies gar nicht die Absicht ist.
Nicht die Menschen sind unerträglich, sondern die Denkmuster die sie sich angelernt haben, oder ihnen angelernt wurden.
Sie übertünchen ihre eigentliche Natur, ihr echtes Potential.

Sie wirken absolut hilflos.
Das erstaunliche ist, dass sie wohl glücklich und zufrieden sind.
Mögen sie bitte weiterhin glücklich und gesund bleiben.

Von Schafen und Hirten

Für mich stellen sich da viele Fragen.
Das Bild des Hirten und der Schafe kommt mir in den Sinn.
Besteht die Menschheit aus Hirten und Schafen?
Der Hirte der die Richtung vorgibt und die Schafe die folgen?
Und ein paar Hunde die im Notfall den Willen des Hirten durchsetzen oder meinen ihn durchsetzen zu müssen?
Irgendwie scheint mir dieses Bild sehr passend.

Hunde?
Was ist mit den Hunden?
Davon gibt es auch viele.
Es kommt immer darauf an wie man sie erzieht.
Sind sie bissig?
Sind sie behütend?
Egal wie, sie setzen den Willen des Hirten durch.

Was bin ich eigentlich?
Ein Schaf?
Ein Hund?
Ein Hirte?

So wirklich weiß ich das nicht.
Vielleicht manchmal alles.

Warum ich all dieses Gedankengedöns schreibe?
Weil ich es gerne will, weil mich ein Impuls antreibt.
Weil ich inspiriert bin und inspirieren will.

Nun, ich werde jetzt erstmal schluss machen.
Ich weiß noch nicht ob ich hier Diskussionen führen will oder nicht.
Mal sehen.
Im Moment ist mir eher danach, hier einfach nur von Zeit zu Zeit Gedankengedöns nieder zuschreiben.

Dem interessierten Leser danke ich an dieser Stelle, dass du dir all das bis zum Ende durchgelesen hast.

Dann hoffentlich bis später.

Kommentare

  • stareye (DE1)stareye (DE1) Beiträge: 271
    Gutes Wetter heute, sieht zumindest so aus.
    Man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben.

    Das Augenscheinliche

    Nichts ist wie es scheint, scheint ein paranoider Grundsatz zu sein.
    Jedoch scheint nichts mehr zu zutreffen.
    Heutzutage ist es recht verwirrend, da ist mal der Eine der Gute, dann mal wieder der Andere.
    1984, ein wirklich gutes und weckendes Buch für die Aufmerksamen.
    Schwarz ist Weiß, Gut ist Böse, Freund ist Feind.
    Das Spiel ist wie die Welt im kleinen Rahmen, daher kann man diese Muster im Zeitraffer verfolgen.
    Schlagwörter und Kampfbegriffe sind das Gebot der Zeit.
    Das genügt.
    Ein neues Schlagwort und schon hat sich die Welt verändert, augenscheinlich.
    Schlagwörter und Kampfbegriffe sind die Nebelbomben die gestreut werden, vermitteln sie doch ein gutes Gefühl demjenigen, der sonst nicht viel erkennt.
    Kampfbegriffe wecken Emotionen, die einem den Verstand vernebeln.
    Sie stülpen sich über sein Opfer, umhüllen es bis es nichts mehr sieht, außer den Nebel.
    Die Empathie wird ausgetrickst.
    Der Mensch neigt dazu zu meinen er sei im Recht.
    Alle anderen sind nicht so schlau wie man selbst.
    Die Nebelbomben lassen einen denken etwas Neues erkannt zu haben.
    Eine neue Erkenntnis von Recht und Unrecht, eine Erleuchtung.
    Und wie fanatische Trendreligiöse meinen sie nun jedem bekehren zu müssen, zur not mit Gewalt den Unwissenden zu seinem Glück verhelfen zu müssen.
    Bis die nächste Nebelbombe geschmissen wird, ein neuer Kampfbegriff entsteht, die neue Erkenntnis, die neue Erleuchtung.
    Und dann?
    Dann ist alles Andere vergessen, nicht mehr existent.
    Warum?
    Der Nebel mein Freund, der Nebel.
    Eine kleine Welt, ein kleiner Raum, nichts Großes, nichts Ganzes, nur ein Ausschnitt, der Nebel halt.

    "Hinter dir!" schreien wir wenn wir im Film sehen, dass sich ein Feind im dunklen von Hinten an unseren Helden heranschleicht.
    "Guck doch! Er ist hinter dir!"
    Aber er dreht sich nicht um. Er sieht nichts außer das was ihm Lichtkegel seiner Taschenlampe zeigt.
    Für uns, die wir das Ganze aus der Vogelperspektive sehen, ist dieser eingeschränkte Blick aufwühlend, wir wollen ihn warnen, aber er hört nicht.
    Er sieht nur das, was ihm erleuchtet wird, den Ausschnitt.
    Eine kleine Welt, ein kleiner Raum, nichts Großes, nichts Ganzes, nur ein Ausschnitt, der Nebel halt.

    ADHS wird oft fälschlicher Weise als Zappelphillip-Syndrom abgetan.
    In Wahrheit ist es das "nicht hinterherkommen."
    Alles geht so schnell, so rasant, nichts ist konsistent.
    Man kann sich nicht auf eine Sache konzentrieren, denn dann wenn man grade in die Materie eingetaucht ist, hat der Rest schon wieder alles fallen lassen und ist zum nächsten weiter gehetzt.
    Das ganze Gehetze macht einen unruhig.
    Und irgendwo muss diese Energie der Unruhe hin.
    Immer wieder werden einem neue Themen und Schlagwörter vor die Nase geknallt und schwups, ist es geschehen.
    Auf zum nächsten.
    Bevor nun die Empörten wütend mit der Faust auf den Tisch hauen... zugegeben, das ist eine sehr freie Interpretation.

    Lols und Likes, was lustig ist gefällt.
    Aber nicht hier.
    Lol hat hier seine Bedeutung verloren.
    Wie sich so viele Bedeutungen verlieren.
    Gutes wird zum Schlechten.
    Wo normalerweise ein Lachen der Zuneigung ist, ist es hier zur Missachtung geworden, zur Ablehnung.
    Kommt das nur mir seltsam vor?
    Recht durchsetzen durch Krieg.
    Mit Gewalt für Gerechtigkeit sorgen.
    Ist das nicht absurd?
    1984 mein Freund.
    Hast du das Buch nicht gelesen?
    Der Film ist auch sehr gut, den kann man glaube ich sogar auf Youtube gucken.

    "Sag mir was du siehst und ich sag dir wer du geworden bist"

    Der ist etwas verwirrt.
    Der ist sehr Klug.

    Fühlt sich der Kluge klug?
    Was bedeutet das überhaupt?
    Klug ist man heute schon, wenn man sich noch an gestern erinnert.

    Klingt das hier alles wirr oder philosophisch?
    Es ist doch nur das Beobachten, nicht mehr und nicht weniger,
    Man beobachtet etwas, gleicht es mit erfahrenem ab und stellt sie in einen Vergleich.
    Muss man dafür klug, intelligent oder philosophisch sein?
    Ist man dann wirr?
    Ich würde das als etwas bezeichnen, was man Natur des Menschen nennt.
    Also ganz normal.
    Aber was sagt das über denjenigen aus, der diese Begriffe dafür findet und labelt?
    Labelt? Label = Etikett. Lablen = Etikettieren. Also etikettiert.
    Jeder macht das, zu jeder Zeit.
    Alles kluge, wirre Philosophen also.

    Ich glaube der Unterschied ist nur, es gibt einige die das Gestern vergessen haben.
    Sie haben es so eilig voranzustürmen, dass sie keine Zeit hatten, das Gestern zu beobachten und zu erfahren.
    Immer dem Lichtkegel hinterher.
    Immer nur dem hinter her, was ihnen grade ins Auge scheint.

    Das Augenscheinliche.

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